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Suspekt: Landschaft der Verbrechen – Aktive Erinnerungskultur mithilfe der Arolsen Archives

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„Nie wieder, ist jetzt!“: Dieser Satz ist eine Erinnerung und zugleich eine Mahnung, dass sich Verbrechen, wie der Holocaust durch die Nationalsozialisten, nie wieder wiederholen dürfen. Wir als Gesellschaft sind deshalb dafür verantwortlich, dass die Geschehnisse von 1939 bis 1945 nie in Vergessenheit geraten. Unsere Erinnerungskultur spielt dabei eine elementare Rolle.

Doch wie kann man diese gestalten, in einer Zeit, in der es kaum noch Zeitzeug*innen gibt, die darüber berichten können?

Genau mit dieser Frage setzte sich die die 12. Klasse des beruflichen Gymnasiums in Sundhausen im Rahmen von zwei Projektstunden durch die Arolsen Archives auseinander.

Die Arolsen Archives sind das internationale Zentrum über die NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Ihr Archiv umfasst ca. 30 Millionen Dokumente mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen. Im Rahmen ihrer Arbeit setzen sich die Arolsen Archives dafür ein, Dokumente zur NS-Verfolgung zu erhalten und international zugänglich zu machen, um so den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken.

Am Freitag, dem 21.03.2025 besuchte uns Frau Urbich, eine Referentin der Arolsen Archives, um uns die Aufklärungsarbeit der Arolsen Archives näher zu bringen und uns Möglichkeiten aufzuzeigen, wie wir uns aktiv an der Erinnerungskultur beteiligen können. Im Rahmen dessen stellte sie uns das digitale Bildungsangebot der Arolsen Archives zum KZ Buchenwald Außenlager in Ohrdruf vor, welches in der Bevölkerung größtenteils unbekannt ist, obwohl es das erste Konzentrationslager war, welches die Alliierten der USA 1945 befreiten. Unter dem Titel „Suspekt: Landschaft der Verbrechen“ lernten wir mithilfe eines „Minigames“ und einer damit verbundenen virtuellen Tour, einige der oft unbekannten Außenlager des KZ Buchenwald zwischen Nordrhein-Westfalen und Sachen kennen und setzten uns anhand von Fotos, Zitaten und Biografien aktiv mit ihren Geschichten auseinander. Dies gab uns die Möglichkeit, viel neues über die schrecklichen und unmenschlichen Taten der Nationalsozialisten zu lernen und neue Erkenntnisse, z.B. über die von ihnen verfolgten Gruppen, zu erlangen.

Es liegt in unsere Verantwortung und es ist unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass so etwas wie der Holocaust nie wieder passiert und genau aus diesem Grund, ist die Arbeit der Arolsen Archives essentiell wichtig. Denn nur durch eine aktive Erinnerungskultur und das Gedenken an die Opfer sowie das Erinnern an die Taten der Nationalsozialisten, können wir dem Satz „Nie wieder ist jetzt!“ wirklich gerecht werden.

Wir bedanken uns bei Frau Urbich für ihren informativen Vortrag, und dass sie sich die Zeit genommen hat, uns die wichtige Arbeit der Arolsen Archives näher zu bringen.

Bericht von: Marvin Huber, Patrick Reinhardt und Emily Berkner

 

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